Der erste Schritt Richtung Winterpause: Wir nehmen euch mit zum Mastlegen auf unserer eigenen Segelyacht Dirk und zeigen, warum dabei Teamwork, Fingerspitzengefühl und gute Vorbereitung gefragt sind.

Die Segelsaison neigt sich dem Ende zu. Auch bei uns im Busse Yachtshop wird es deshalb Zeit, die ersten Vorbereitungen für die Winterpause unseres privaten Segelschiffs zu treffen. Auf unserer eigenen Dirk, einer Stahlsegelyacht vom Typ Feltz Skorpion II, stand das Mastlegen auf dem Programm.

Wie das ablief? Das erzählen wir euch hier!

Erst die Vorbereitungen, dann der Kran

Bevor der Mast überhaupt bewegt werden kann, gibt es einiges vorzubereiten. Deshalb ging es für uns zunächst nach Feierabend vor dem eigentlichen Termin noch einmal an Bord: Baum abbauen, laufendes Gut abnehmen, Fallen und Flaggen einsammeln und natürlich die Segel abschlagen und ordentlich verstauen.

Das klingt überschaubar, aber wer selbst segelt, weiß: Bis wirklich alles sortiert und sicher verstaut ist, vergeht doch einige Zeit.

Am Sonntag sollte es dann losgehen. Bei schönstem herbstlichem Sonnenschein machten wir uns mit Dirk auf den Weg zum Mastenkran.

Ein kleiner Umweg gehört manchmal dazu

Leider ist der Mastenkran in unserem Heimathafen schon länger defekt. Wir hoffen natürlich, dass er bald wieder repariert wird – dann hätten wir es künftig nur noch einen Steg weiter.

Bis dahin dürfen wir den Kran im benachbarten Verein nutzen. Der ist zum Glück ebenfalls nicht weit entfernt. Mit ein paar fleißigen Helfern manövrierten wir Dirk dorthin und richteten das Schiff sorgfältig für das Mastlegen aus.

Dann ging es an die eigentliche Arbeit: den Kran sicher am Mast befestigen, Wanten und Stage lösen und alles so bündeln, dass die Beschläge und Leinen am Mastfuß ordentlich zusammenliegen.

Dabei ist besonders wichtig, dass keine Metallbeschläge unkontrolliert aufs Deck fallen. Schließlich möchten wir Kratzer und abgeplatzten Lack vermeiden. Das haben wir dieses Jahr zum Glück richtig gut hinbekommen!

Wenn der Mast langsam zu Boden kommt

Sobald alles gesichert und vorbereitet war, konnte der Mast vorsichtig abgesenkt werden. Auch wenn wir diesen Ablauf kennen, ist es immer wieder ein besonderer Moment, wenn der Mast langsam aus seiner gewohnten Position gehoben wird.

An Land angekommen, legten wir ihn gemeinsam auf die vorbereiteten Böcke. Nun konnten wir in Ruhe alles vollständig abtüddeln.

Wanten, Stage, Leinen und unsere noch recht neuen Salinge wurden abgenommen und sicher verstaut. Gerade beim Umgang mit dem Mast ist Vorsicht gefragt: Das Gewicht sollte man nicht unterschätzen. Beim Anheben, Drehen und Transportieren müssen alle gut zusammenarbeiten, damit weder Material beschädigt wird noch jemand zu Schaden kommt.



Auf zum Winterlager für den Mast

Nachdem alle Leinen, Wanten, Stage und Salinge sicher im Auto verstaut waren, teilte sich unsere Crew auf. Eine Hälfte machte sich mit dem Mast auf den Weg zum Heimatverein – entlang des Wassers. Die andere Hälfte brachte Dirk zurück in ihren Heimathafen.

Am Ziel angekommen, hieß es noch einmal gemeinsam anpacken, um den Mast sicher in seinem Winterlager unterzubringen.

Ein kleiner Tipp aus unserer persönlichen Praxis: Weiche Unterlagen, beispielsweise Handtücher, zwischen Mast und Lagerböcke legen. So lassen sich Kratzer und andere Beschädigungen vermeiden. Auch wenn wir unseren Holzmast im Frühjahr ohnehin anschleifen und mit ein bis zwei neuen Farbschichten versehen möchten, soll er natürlich möglichst unbeschadet durch den Winter kommen.

Außerdem haben wir die Öffnungen und Löcher am Mast und am Schiff selbst sorgfältig mit geeignetem Klebeband gegen eindringendes Regenwasser geschützt. Denn Feuchtigkeit an den falschen Stellen kann über die Wintermonate zum Problem werden.

Als alles ordentlich verstaut, geschützt und kontrolliert war, konnten wir diesen Teil der Wintervorbereitung erfolgreich abschließen.



Brötchen, Sonnenschein und ein produktiver Sonntag

Nach getaner Arbeit gab es erst einmal eine kleine Pause mit Brötchen. Die hatten wir uns nach diesem produktiven Sonntag definitiv verdient!

Wenn man zurückblickt, ist an einem solchen Tag einiges zusammengekommen: vorbereiten, kranen, sichern, abbauen, transportieren und einlagern. Das funktioniert nur, wenn alle mithelfen und man sich aufeinander verlassen kann.

Für uns war es deshalb nicht nur ein erfolgreicher Tag rund um den Mast, sondern auch eine etwas andere Art von Teambuilding. Gemeinsam anpacken, miteinander lachen und am Ende sehen, was man geschafft hat – genau das macht das Seglerleben für uns aus.

Der Mast ist jetzt sicher verstaut und darf erst einmal Winterpause machen. Für Dirk stehen noch weitere Vorbereitungen an, bevor auch das Boot selbst in die Winterpause gehen kann. Aber davon erzählen wir euch ein anderes Mal!

Bis dahin wünschen wir allen Seglerinnen und Seglern eine entspannte Herbstzeit und gutes Gelingen bei den eigenen Wintervorbereitungen.

Und wie sieht es bei euch aus? Ist euer Mast schon gelegt, oder nutzt ihr die letzten schönen Herbsttage noch für eine Runde auf dem Wasser? Wir freuen uns, von euren Erfahrungen zu hören!

Euer Team vom Busse Yachtshop

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